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Ehrhart Neubert - 1989 Mitbegründer des Demokratischen Aufbruchs - schreibt im Februar 2018 zum Buch eine Rezension, die sehr nachdenklich stimmen sollte. |
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Das Buch “Defekte einer Hochschulchronik” wurde im März 2018 auf der Leipziger Buchmesse von Christian Dietrich (Landesbeauftragter des Freistaates Thüringen zur Aufarbeitung der SED-Diktatur) zusammen mit Hildigund Neubert (2003-2013 Landesbeauftragte des Freistaates Thüringen für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der DDR) zusammen mit Roland Mey (Autor) vorgestellt. |
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| Kommentare zum Buch |
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| Thüringer Vierteljahresschrift für Zeitgeschichte und Politik - Ausgabe 2/2018. Heft 87 Seiten 58/59 Dr. Martin Jander / Historiker/Journalist, Berlin “[...] Die fundamentale Abrechnung beider Autoren mit Huschkes Schrift ist mehr als die Kritik an einem Fachbuch. .....”Der ganze Beitrag in Gerbergasse 18 - 2 Seiten | ||
| Buchmesse Leipzig 2018 - im Rahmen Leipzig liestLesung BStU-Außenstelle Leipzig, 16.03.2018 - 18 UhrModeration: Christian Dierich, Landesbeauftragter des Freistaates Thüringen zur Aufarbeitung der SED-Diktatur (ThLA)Es lasen die Zeitzeugen: Dr. Martin Böttger, Reinhard Keller, Gabriele Stötzer, Martina Pontius und Prof. Hans-Hendrik Grimmling Link zur Veranstaltung Freie Universität Berlin - Forschungsverbund SED-StaatZdF-RedaktionZeitschrift des Forschungsverbund SED-StaatAusgabe Nr. 42/2018 - Mai 2018 “[...] ... Vielfältige Versuche , die Vergangenheit der Weimarer Hochschule aufzuarbeiten, scheiterten am Widerstand des verantwortlichen Personals. [...] Beide (Anm. gemeint sind der amtierende Präsident Stölz und der ehemalige Rektor Huschke) putzen an Weimar und der Reputation seiner kulturellen Institutionen. Und Weimar, jedenfalls das Bild von Weimar als historischer und hervorragender Platz deutscher und und europäischer Kultur, hat das auch nötig. Denn Weimar ist auch ein Ort der allerschlimmsten Kulturschande ....” Link zum ganzen Beitrag in der ZdF 42-2018
-------------- Von: Ehrhart Neubert Ehrhart Neubert Ehrhart Neubert gehörte 1989 zu den Gründern des Demokratischen Aufbruches. Ab 1997 Fachbereichsleiter in der Abteilung Bildung und Forschung beim Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR. 1998 bis 2003 ehrenamtlich im Vorstand der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Gründungsmitglied des „Bürgerbüro Berlin e. V., Verein zur Aufarbeitung von Folgeschäden der SED-Diktatur.... (G.K.) -------------- Von: Bernward Rothe bernward.rothe(ad) gmail.comGesendet: Sonntag, 28. Januar 2018Betreff: Buch-Kommentar zu „Defekte einer Hochschulchronik“ Wie die Herren Stölzl und Altenburg bin auch ich ein "Westsozialisierter", seit 1991 in Mitteldeutschland und ich will mich im Gegensatz zu den beiden Professoren nicht in die Details der notwendigen DDR-Aufarbeitungsprobleme einmischen. Aber auch ohne tieferes Eindringen in die von den Autoren Günter Knoblauch und Roland Mey im Buch "Defekte einer Hochschulchronik" dargestellten Widersprüche bin ich mir sicher: 401 lfm nicht gesichteter DDR-Akten innerhalb der Musikhochschule in Weimar, dazu die betreffenden Akten aus Stasi- und SED-Beständen in anderen Thüringer Archiven, daran nur ein 81jähriger Rechercheur allein tätig und alles im Kontext der wiederholten Aussage des Präsidenten "Rehabilitationen abgeschlossen" - das hätte auch bei uns in der alten Bundesrepublik für eine Beate-Klarsfeld-Ohrfeige ausgereicht. Zur Erinnerung: Frau Klarsfeld hatte am 7. November 1968 auf einem CDU-Parteitag in Berlin den damaligen Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger für seine ehemalige Verstrickung in das NS-Regime öffentlich geohrfeigt. Bernward Rothe, 06132 Halle /Saale,Bernward Rothe war 1998-2016 Abgeordneter der SPD im Landtag von Sachsen-Anhalt, 2014-2017 Mitglied im Stadtrat von Halle (G.K.)-------------- Von: Johannes Wallmann [mailto:wallmann(ad) integral-art.de]22. Januar 2018 14:04 Betreff: "Aufbruch" und “Alternative Fakten“Brief an die rot-rot-grüne Regierungskoalition Thüringen Auszug aus dem Brief: […] Der an der Weimarer Musikhochschule offenbar herrschende Ungeist ist Teil eines “kapitalen Systemdefekts” der Musikwissenschaft (so Dr.Ulrich Blomann), der seit Jahrzehnten die Aufarbeitung der SED-Totalitarismus-Verstrickung auch dieser Hochschule verhindert. Er trägt dazu bei, „Alternative Fakten“ zu schaffen, die sich nicht nur auf den Geist und die Entwicklung von Musik, sondern auch auf den Geist und die Entwicklung von Demokratie und Kultur fatal auswirken. Der Erfolg der AfD ist dafür nur eines der Zeichen. Zumal es für namhafte totalitär verstrickte Musiker und Musikwissenschaftler nahezu nahtlose Übergänge von Nationalsozialismus - Realsozialismus - zu Sozialer Marktwirtschaft gab (das Wort „sozial“ verbindet alle drei politischen Systeme, impliziert aber leider auch Sozialbestechung - wie Götz Aly es nennt), sehe ich mit großer Sorge, dass der Musikbereich in Gefahr steht, quasi zu einem „Schläfer“ neuer totalitärer Mentalitäten zu werden. Da Musik – die universellste (und für mich schönste) aller Künste – schon während Nationalsozialismus und Realsozialismus in großem Umfang zur kulturellen Bemäntelung totalitärer Verbrechen missbraucht wurde, ist es für mich als Komponist nicht hinnehmbar, dass die entsprechende Aufarbeitung unterlassen wird. Angesichts dessen, dass es Heere von (teils hochbezahlten) Musikwissenschaftlern gibt, die diesbezüglich nahezu tatenlos blieben, ist es umso lobens- und bemerkenswerter, dass sich musikalische Laien wie Günter Knoblauch und Roland Mey dieser Aufarbeitung am Beispiel der Weimarer Musikhochschule annahmen und nun im Mitteldeutschen Verlag ihr Büchlein „Defekte einer Hochschulchronik“ erschien. Es untermauert zahlreiche der in diesem Schreiben sowie in unserem Buch KUNST - EINE TOCHTER DER FREIHEIT? genannten Fakten. Beiden Herren möchte ich an dieser Stelle für ihr vornehmes Engagement herzlich danken! Ebenso Herrn Christian Dietrich, dem Thüringer Landesbeauftragten für die Aufarbeitung der SED-Diktatur, der das Erscheinen dieser Publikation unterstützte.H.Johannes Wallmannwww.integrale-moderne.de-------------- Von: Michael Mansion [mailto:info(a)michael-mansion.de] --------------
In der vorliegenden Publikation wird u.a .über den damaligen Studenten und heutigen Komponisten, H..Johannes Wallmann, berichtet, der an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar studierte. Wallmann hat jetzt - nach Roland Mey - auch an Minister Tiefensee geschrieben. Lesen Sie den Brief. 14.12.2017: Minister Wolfgang Tiefensee an R.MeyErläuterung G.K.: R.Mey schreibt einen Offenen Brief an Minister Tiefensee und verweist u.a. in diesen Brief auch auf ein Schreiben von P. Rompf an den Präsidenten der HfM. Zwei Auszüge aus dem Brief von P.Rompf: “[...] meiner Erlebnisse erwarte ich [...], aber wenigstens eine ehrliche und gründliche Aufarbeitung aller Parameter der Vergangenheit. Eine biologische Lösung + Verdrängung hinterläßt nur einen faden Nachgeschmack. Und dient nicht einer Zukunft.” R. bekommt keine Antwort. Dieser Brief sei in der HfM nie angekommen - heißt es. Ließ diesen Brief jemand verschwinden ? (Hier der Rompf-Brief ). Roland Mey schreibt Minister Wolfgang Tiefensee an und erhält Antwort. Minister Tiefensee “Es ist also festzustellen, dass zwar das Schreiben nicht an der HfM eingegangen ist, man sich dort aber unabhängig davon sehr wohl um den Vorgang gekümmert hat bzw. noch kümmert. Darüber hinaus unterstützt die Hochschule sämtliche Bemühungen, die Vergangenheit aufzuarbeiten, nach Kräften.Insgesamt ist festzuhalten, dass schon die vorausgegangene Prüfung der von Ihnen vorgetragenen Kritikpunkte zur Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit an der HfM [...] keinen Anlaß gegeben hat, die Aufarbeitung der DDR Vergangenheit an der HfM und die Bemühungen der HfM zu beanstanden.” Prof. Dr. Gottfried Meinhold von der FSU Jena ... ist mit der Aufarbeitung der HfM-DDR-Geschichte beschäftigt und erhält von der HfM alle Unterstützung.” Anmerkung von G.Knoblauch:Was für eine Herausforderung an den renommierten 81-jährigen Prof.Gottfried Meinhold ! Der Rompf-Brief ist doch nicht das Thema - höchstens ein Sandkörnchen in der HfM-Wüste. Wenn der Präsident der HfM, Prof.Stölzl, davon spricht, dass: “... ca 401 lfm müssen ... einer systematischen Erforschung unterzogen werden.” (Seite 28 im Buch), dann liegt doch hier das Problem Herr Minister Tiefensee ! --------- 22.12.2017 Prof. Meinold per Mail: ... mein aktuelles Forschungsthema! Es lautet: Exemplarische Fälle der Tätigkeit von inoffiziellen Mitarbeitern [der Staatssicherheit] innerhalb der Hochschulen der DDR, mit besonderer Berücksichtung der Thüringischen Hochschulen. .... Ihr Gottfried Meinhold 23.12.2017 Prof. Meinhold zur Aussage von Minister Tiefensee:Er, Professor Meinhold, habe nur einen exemplarischen (prominenten) IM-Fall aus der MuHo in Weimar in "Recherche-Arbeit": Den IM "Meiler"! (Anmerkung G.K.: Der Fall IM Meiler ist auf Seite 110/111 im Buch geschildert) Kommentar G. KnoblauchSchäbiger geht es doch wohl nicht Herr Minister Tiefensee! Akten und rote Vergangenheit möglichst tief im See versenken. Oder haben Sie vor, Prof. Meinhold bei der Erschließung der 401 lfm Akten personell durch Ihr Ministerium zu unterstützen ? Der Ministerbrief -------------- Prof. Dr.-Ing. Jürgen Wenge(Mitglied des Leipziger Bürgerkomitees von 1989/90) "Defekte einer Hochschulchronik", Mitteldeutscher Verlag Wer die Zukunft meistern will, muss die Vergangenheit analysieren. Und wer die Aufarbeitung vergangener Jahrzehnte verweigert oder kaschierend realisiert, der wird auch die Probleme der Gegenwart nur noch vergrößern. Den Autoren gebührt in unserer von Eigennutz und oft rücksichtslosem Karrierestreben dominierten Zeit ein großes Kompliment. Die Logik ihrer Beweisführungen einerseits und die Ignoranz dieser Beweise andererseits sind beeindruckend und zugleich erschreckend. Wegen der Trivialität der dargestellten Defekte können „unwissentliche Konstruktionen“ ausgeschlossen werden. Beim wissentlichen Ignorieren von: wenn keine Stasi-Aufarbeitung, dann keine abgeschlossene Opfer-Rehabilitation und wenn Stasi-Einfluss unberücksichtigt, dann keine wahre Zeitgeschichte, dann führt das sofort zu der Frage: Wer soll damit beschützt und vor Schaden bewahrt werden? Die Autoren haben die Notwendigkeit der Veränderung institutioneller Verhaltensweisen im Sinne von „Kunst als Tochter der Freiheit“ (Schiller) an der Musikhochschule FRANZ LISZT Weimar dargestellt – ein abschreckendes Beispiel für andere Hochschulen. „Zukunft Musik“ wird an dieser altehrwürdigen Musikhochschule nur nach grundlegendem Positionswechsel möglich werden. Mein Dank gilt den Autoren, dem Verlag und auch den mutigen Studenten und Mitarbeitern der Hochschule; den in diesem Buch genannten und nicht genannten aufrichtigen Menschen, die während der DDR im Widerstand gegen die SED-Vorgaben gelebt haben.Diese Publikation soll dazu beitragen, dass es zu keiner Geschichtsklitterung kommt.Thüringer AllgemeineDiplombetrug: Buch kritisiert MusikhochschuleAutoren fordern Aufarbeitung der DDR-ZeitVon Hanno Müller, Zentralredaktion TA, 31. März 2018, Seite 11 „[…] Jahre danach werfen die Autoren der Musikhochschule vor, sich dem Diplombetrug, der kein Einzelfall gewesen sei, bis heute nicht gestellt zu haben. Stasiakten, aus denen weitere Opfer-Namen zu erwarten seien, würden nicht aufgearbeitet. So werde die eigene Geschichte geschönt und einer Auseinandersetzung mit den politischen Zwängen und Repressionen der Zeit vor 1989 aus dem Wege gegangen.“ (Der ganze Beitrag) LEIPZIGER INTERNET ZEITUNG - Ralf Julke - Chefredakteur27. Dezember 2017 - Bildung - Bücher Defekte einer Hochschulchronik - Warum auch eine Musikhochschule in Weimar gut daran täte, auch ihre Geschichte im 20. Jahrhundert komplett zu erzählenSo manche Universität und Hochschule im freundlich runderneuerten Osten hat sich ja in den vergangen Jahren (oft aus Jubiläumsgründen) etwas intensiver mit ihrer eigenen Geschichte beschäftigt. Oder sich eine Geschichte zugelegt, schön ruhmreich. Aber mit Löchern drin. Gerade das 20. Jahrhundert bereitet etlichen Hochschulleitungen augenscheinlich arge Zahnschmerzen. Auch in Weimar. [...] Nur ja nicht erzählen müssen, dass auch Musiker, Lehrer und Genies fehlbar sind. Dass staatliche Willkür tief in die eigentlich heiligen Strukturen der Kunst eingreifen kann, Karrieren befördert und zerstört, Forschung verhindert, Charaktere verbiegt oder gar entkernt – das alles müsste und dürfte eigentlich Thema sein. Auch in den Chroniken der Kunsthochschulen. Denn damit wird auch sichtbar gemacht, wie Diktaturen Kunst deformieren und Menschen zerrütten....... Den ganzen Beitrag als pdf lesen: Defekte einer Hochschulchronik - Warum auch eine Musikhochschule ... oder im Internet unter:www.l-iz.de/bildung/buecher/2017/12/Warum-auch-eine-Musikhochschule-in-Weimar-gut-daran-taete-auch-ihre-Geschichte-im-20-Jahrhundert-komplett-zu-erzaehlen-201368 TLZ - Thüringische Landeszeitung 8. Juni 2018Diplombetrug: Buch kritisiert MusikhochschuleAutoren fordern Aufarbeitung der DDR-Zeit Weimar. Einmal mehr ist es die Geschichte des Komponisten H. Johannes Wallmann, die die Musikhochschule “Franz Liszt” einholt. Im Buch “Defekte einer Hochschulchronik” werfen die Autoren Günter Knoblauch und Roland Mey der Einrichtung vor, sie verweigere eine Aufarbeitung zweifelhafter DDR-Ereignisse. Der gebürtige Leipziger ...... Der ganze Beitrag |
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